Beschluss der Diözesankonferenz zur Geschlechtervielfalt in Rede und Schrift


Die KjG verwendet in ihrer internen und externen schriftlichen Kommunikation auf Diözesanebene eine geschlechersensible und -gerechte Sprache, welche alle Menschen – auch und vor allem jenseits der Zweigeschlechtlichkeit – einschließt und adressiert. Darüber hinaus bemüht sich die KjG auch in ihrer mündlichen Kommunikation um eine geschlechtersensible und -gerechte Sprache. Dazu nutzt sie im geschriebenen Wort entweder das Sternchen* als eine Form des Gender_Gaps (z. B. Mitarbeiter*innen) oder eine geschlechtsneutrale Formulierung (z. B. Mitarbeitende). Im gesprochenen Wort wird das Sternchen durch eine kleine „Lücke“ im Wort gesprochen, bzw. wird sich ebenfalls um eine geschlechtsneutrale Formulierung bemüht.

Diese Regelung bezieht sich sowohl auf Sitzungen und Konferenzen als auch auf Veröffentlichungen, Websites, Briefe und Protokolle. Dabei werden bereits bestehende Materialien im Sinne der Nachhaltigkeit nicht verworfen, sondern bei einer Neuauflage überarbeitet bzw. neue Materialien gleich im beschlossenen Stil verfasst. Eine Fußnote in Veröffentlichungen und E-Mails erklärt die Bedeutung des Sternchens und verweist mit einem Link  auf weitere Materialien und den Beschluss der Diözesankonferenz.

Darüber hinaus wird ein Infotext, der in einfacher Sprache das Sternchen erklärt zusammen mit der Arbeitshilfe von Bundesebene (beides siehe Anhang) den Dekanats- und Pfarrleitungen zur Verfügung gestellt, sowie im DRACHE veröffentlicht. Bei Bedarf bietet die Diözesanebene z. B. Workshops auf Dekanatskonferenzen oder Kursen zum Thema an.

 

Begründung
Im Rahmen unseres Jahresthemas Vielfalt hat der Diözesanausschuss auf der Herbstdiko 2016 schon einmal einen ähnlichen Antrag gestellt. Dabei wurde klar, dass die Konferenz der Verwendung des Sternchens als Ausdruck einer geschlechtersensiblen Haltung prinzipiell offen gegenübersteht. Viele Fragen und Wünsche, die jedoch im Laufe der Diskussion aufkamen, machten den Beschluss des Antrags auf jener Konferenz unmöglich.

Neben der Verwendung der gendergerechten Sprache auf Diözesanebene ist es uns wichtig, auch auf Dekanats-und Pfarreiebene dazu zu sensibilisieren und zu ermutigen. Die Verwendung des Sternchens soll hier jedoch freigestellt sein um Gemeinden und Dekanate, die sich mit dieser Thematik noch nicht auseinander gesetzt haben, nicht zu überfahren.

Denn damit die Verwendung des Sternchens positiv wahrgenommen wird (und wir eventuell sogar noch mehr Menschen davon überzeugen es uns gleich zu tun) müssen wir auch den Menschen, die sich noch nicht weiter mit der Thematik beschäftigt haben, gut und präzise erklären warum wir das Sternchen verwenden.